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Zehentstadel - Bauherr des Zehentstadels

Datiert man die Errichtung des Zehentstadels also in die Jahre zwischen 1615 und 1617, dann kommt der von Müller bemühte Abt Lukas Budin nicht mehr als Auftraggeber in Frage. Vielmehr muss es dessen Vorgänger gewesen sein, der den Zehentstadel hatte erbauen lassen.

Abt Johannes Stadler (1606-1619) hatte um 1560 das Licht der Welt erblickt. Wann genau er in die Benediktinerabtei Prüfening eingetreten war, ist nicht bekannt. Fest steht lediglich, dass er seit 1583 dreiundzwanzig Jahre lang das wichtige Amt des Zellerars versah, also so etwas wie der Manager des Klosters war. Wegen seiner ökonomischen Fähigkeiten wurde der Konventssenior dann am 20. Februar 1606 vermutlich auch von seinen Mitbrüdern zum zweiundvierzigsten Prüfeninger Abt gewählt. Die Weihe erhielt er am 13. Juli desselben Jahres aus den Händen des Bischofs von Regensburg. Obwohl zeitlebens von zahlreichen schweren Krankheiten geplagt, ließ er in seiner über dreizehnjährigen Regierungszeit unzählige Baumaßnahmen in bzw. an den Kirchen und Gebäuden seines Klosters durchführen. Dabei legte er stets auch auf deren Ausgestaltung mit Malereien und Kunstgegenständen großen Wert. Angesichts dieser regen Aktivitäten mag es vielleicht überraschen, dass er bei seinem Tod am 28. Juni 1619 überaus geordnete wirtschaftliche Verhältnisse hinterließ, wie sein Biograph ausdrücklich vermerkt. Er war wohl tatsächlich ein „optimus pater familias“, ein ausgezeichneter Familienvater also.

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Abt Johannes Stadler von Prüfening (1606-1619).
Detail aus einem noch zu Lebzeiten angefertigten
Gedächtnisepitaph für ihn in der Prüfeninger Klosterkirche

Aufgrund seiner vielfältigen Verpflichtungen als Abt konnte Johannes Stadler natürlich während der Errichtung des Zehentstadels die Bauleitung vor Ort nicht selbst übernehmen. Diese Aufgabe scheint er dem in der erwähnten Stützsäule verewigten Lorenz Mültzer übertragen zu haben, welcher mit dem in der Hemauer Stadtkammerrechnung von 1630/31 erwähnten Prüfeninger Propst „Lorenz Mulzer“ identisch sein dürfte.

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Eintrag des Prüfeninger Propstes Lorenz Mulzer
in die Hemauer Stadtkammerrechnung von 1630/31
(Stadtarchiv Hemau, Amtsbücher/Serielle Bestände III, Nr. 1).

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