Hemau im Jahre 1959 (Luftbildaufnahme).jpg

"Zuhaus" (ein örtlicher Heimatfilm 1959)

Viele damalige Stadtbewohner hatten 1959 freiwillig bei den Dreharbeiten zu dem Heimatfilm "Bei uns Zuhaus" mitgewirkt.
Vielleicht können und wollen einige von Ihnen jetzt - Jahrzehnte später - bereitwillig Auskunft zu den Dreharbeiten von damals geben.
Zu sehen ist ein 58-minütiger Heimatfilm mit teils amüsanten, teils anrührenden Bildern von damals.
Angefangen hatte alles mit einer klugen Idee des damaligen VDK-Ortsverbandes Hemau, der seinen eigenen Film drehen lassen wollte:

einen Heimatfilm für spätere Generationen.

Allerdings sollte nicht der gesamte Tangrintel mit all den Ortschaften verfilmt werden. Stattdessen wurde die Stadt Hemau als Schauplatz und ihre Einwohner als kostenlose Mitwirkende gewonnen. Doch im Laufe der Zeit geriet der Film vollends in Vergessenheit. Nur wenigen von dazumal Mitwirkenden blieb die Erinnerung bis zum heutigen Tage wach.

Im Stadtarchiv Hemau - Filmarchiv wurde man denn auch fündig. Dort lagert bis heute das Original-Filmmaterial, darunter auch ein stark beschädigter Negativfilm - ohne Ton und Inhaltsverzeichnis. Nach gut 56 Jahren wird der Heimatfilm - den medialen Möglichkeiten der Gegenwart entsprechend - nunmehr hier „uraufgeführt“.

Downloaden Sie bitte hier Ihren persönlichen Videofilmführer

(Gesamtlänge ca. 58 Minuten)  eine Schenkung des VDK-Ortsverbandes Hemau an die Stadt Hemau am 28.05.1960.

(Original: Super 8 Schmalfilm, schwarz/weiß, Zelluloid, ohne Ton)

Um das historische Stadtbild abzurunden, sei noch auf folgende Videoclips verwiesen:

Alte Volksfestaufnahmen aus den 30 Jahren  
Das sog. Tangrintel- Volksfest in Hemau, welches aufgrund einer Tradition bis in das Jahr 1852 zurückreicht und anfangs noch als landwirtschaftliches Vereinsfest bezeichnet wurde, hat sich schon längst zum größten Volksfest im Landkreis Regensburg entwickelt. (" ... Im Jahre 1852 wurde zu Hemau das >> erste landwirtschaftliche Vereinsfest abgehalten.", vgl. J.N. Müller, Chronik der Stadt Hemau, S. 274 ff.)

Durchmarsch der Amerikaner durch die Stadt Hemau am 24. April 1945

Stimmungsbericht über die Bevölkerung von Hemau vor und nach der Besetzung, verfasst am 13. Mai 1945 (Original)

Die Stimmung der Bevölkerung vor der Besetzung der Stadt Hemau war allgemein als gedrückt zu bezeichnen. Das Gespenst der Vernichtung des kleinen, ruhigen Landstädtchens lag wie ein Alpdruck auf den Gemütern der Einwohnerschaft. Allgemein hieß es, dass die SS die Stadt verteidigen werde und dass es dann nichts mehr anders gäbe als Vernichtung, war bereits in jeder Munde.
Zum Schluss machte ein junger Stadtkommandant die Aufregung noch fertig, indem dieser etwa 200 Mann aus verschiedenen Wehrmachtsteilen zusammenzog  und diese Kräfte zur Verteidigung bereitstellte. Als plötzlich nachts 2 Uhr, in der Nacht vor der Besetzung der Stadtkommandant mit seinen Soldaten aber abzog, war die bestehende Aufregung mit einemal gewichen, wusste man doch, dass der Stadt nichts passieren würde und dass die amerikanischen Truppen ungehindert einziehen könnten. 4 Mann, die noch zurückgeblieben waren, um die Panzersperren zu schließen, wurden nicht ernst genommen. Die Panzersperren wurden zwar geschlossen, doch durch ein paar beherzte Männer wurden die Hindernisse beseitigt.
Innerhalb kurzer Zeit konnte erreicht werden, dass die Baumstämme, die in die Straße eingelegt wurden, wieder entfernt wurden. Als die amerikanischen Truppen einzogen, fanden sie kein Hindernis mehr vor. Die Bevölkerung hat taktvoll der Besetzung zugesehen, zum Teil wurde der Besatzung durch Tücherschwenken usw. Genugtuung geleistet. Die Einwohnerschaft stellt sich geschlossen hinter die neue Militärregierung und geht ruhig und gelassen ihrer Arbeit nach.